Software Engineering I SS 12

Inhalt, Durchführung und Bewertung

 

 

Software Engineering befasst sich mit den Techniken und Methoden zur Durchführung erfolgreicher Softwareprojekte. Das beginnt bei der ersten Anfrage eines Kunden oder einer ersten Vision eines Produkts und ist mit der Inbetriebnahme noch nicht abgeschlossen: Auch Betrieb und Wartung gehören dazu. Die Programmierung ist dabei nur eine von vielen Aufgaben, im Vordergrund stehen die Themen Analyse und Spezifikation, Planung, Strukturierung und Qualitätssicherung. Der Kurs SE 1 umfasst die  Analyse- oder Vorbereitungsphase, SE 2 die Realisierungs- oder Konstruktionsphase. Querschnittstätigkeiten wie Projektmanagement und Qualitätssicherung werden angesprochen, sind aber auch Gegenstand weiterer Lehrveranstaltungen.

 

In SE erlernen Sie die wichtigsten Methoden der objektorientierten Softwaremodellierung und –entwicklung. Als Referenz-Vorgehensmodell dient der OOSE-Engineering-Process (OEP). Modelliert wird in UML unter Verwendung eines sogenannten Case-Werkzeugs. Infrage kommen im Kurs Enterprise Architect, Visual Pradigm,  oder JDeveloper. Wer ein anderes Werkzeug kennt und bevorzugt, kann auch das gern, nach Rücksprache mit der Dozentin, einsetzen. Im Software-Labor installiert sind in der Regel noch  ArgoUML und StarUML. (Für Mac-Nutzer muss jeweils aktuell geprüft werden, für welche Werkzeuge auch Mac-Versionen verfügbar sind. Stabil wird ArgoUML angeboten.)

Alle Modellierung zielt auf eine Implementierung hin, und am Schluss des Semesters wird ein erster Prototyp in Java erstellt, Von daher sind Programmierkenntnisse unbedingt erforderlich.

 

In den Übungen erarbeiten Sie in 2-er und 3-er Teams ein Fallbeispiel. Zu festgesetzten Zeitpunkten sind Meilensteindokumente abzugeben und teilweise auch zu präsentieren, die benotet werden. Wenn Sie alle Anforderungen minimal erfüllen, entspricht dies einer 2.0, jeder gut ausgearbeitete Aspekt (incl. der äußeren Form) gibt Zusatzpunkte. Jede Woche Verspätung kostet eine Notenstufe (0.3-0.4). Durch Nachbearbeitung hinzugewonnene Punkte werden nur zu 2/3 angerechnet. Für die  Meilen­steine wird in der Regel eine Gruppennote vergeben. Werden gravierende Kenntnis­unterschiede innerhalb der Gruppe erkennbar, erfolgt eine individuelle Benotung.

Zum Bestehen der Übung sind alle Meilensteine zu bearbeiten. Die Übungsnote ist der gewichtete Durchschnitt der Meilensteinnoten, wobei das Gewicht der angesetzten Bearbeitungszeit entspricht.

Am Ende des Semesters wird eine Klausur geschrieben, die vor allem den theoretischen Stoff abprüft. Zum Bestehen des Semesters sind Klausur und Übung zu bestehen. Beide Noten gehen zu gleichen Teilen in die Gesamtnote ein.

 

Die gesamte Kommunikation, einschließlich der Meilensteinabgaben, erfolgt über den Moodle-Lernraum.